Investfinans und Secure Trading

Die Investfinans AB war eine Firma mit angeblichem Sitz in Hägersten, Schweden, und bezeichnete sich als führendes Unternehmen für Investments in Skandinavien. Sie war Betreiberin der Webseite www.investfinansab.eu.

Mittlerweile steht fest, dass es sich bei der Investfinans AB um eine Briefkastenfirma handelt, die Anlegern mit falschen Angaben und Versprechungen gesamthaft 1.2 Milliarden Euro geradezu abluchste.

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ordnete mit Bescheid vom 03. April 2019 die Einstellung und Abwicklung des Einlagengeschäfts der Investfinans AB an. Dem ist die Kontosperrung der Investfinans AB durch eine schwedische Bank wegen Geldwäschereiverdachts und Betrugs vorausgegangen.

Ungehindert führte die Investfinans AB das Geschäft jedoch im Rahmen einer anderen Firma, der Secure Trading Financial Service (www.setra-fin.com) mit angeblichem Sitz in Paris, Frankreich, fort. Die Anleger wurden in diesem Zuge angehalten, die Investments nunmehr auf Konten bei US-Banken zu überweisen.

Es liegen bereits zahlreiche Strafanzeige von Anlegern vor und ist insbesondere in Deutschland eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft eingerichtet.

 

Augenscheinlich konnte bei einer Grossbank zum Glück der Anleger eine hoher Geldbetrag sichergestellt werden, der als Haftungsfonds für die Geschädigten dienen könnte.

SCHEIBER Rechtsanwälte vertritt seit jeher die Ansicht, dass auch die involvierten Banken Haftungsadressaten sein könnten. Aufgrund der zahlreichen Geldwäschereibestimmungen, die allesamt auf EU-Recht basieren, wären die Banken verpflichtet gewesen, die Geschäftsbeziehungen der Investfinans AB und Secure Trading Financial Service zu überprüfen. Nebenbei haben Banken umfangreiche Compliance-Pflichten und müssen die Kontoverbindungen und Transaktionen kontinuierlich überprüfen und plausibilisieren. Nachdem es aufgrund des hohen Schadensvolumens wohl massenhaft Kontobewegungen gab und anzunehmen ist, dass binnen kürzester Zeit Beträge auf Konten ausserhalb Europas weiterüberwiesen wurden, ist fragwürdig, weshalb dies niemanden bei den involvierten Banken aufgefallen ist.

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